Papstbesuch – Demo

Die "Bundesinitiative Kinder im Heim" und Augen-Auf e.V. werden gemeinsam am 22. September 2011, von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr auf dem Pariser Platz/Brandenburger Tor ihre Demonstration durchführen.

„Wir werden auf diesem zentralen Platz in Berlin stehen und schweigen, weil wir für die schweigende Mehrheit der Betroffenen aus Institutionen und Familie stehen, für die ehemaligen Heimkinder und Kinder, die Missbrauchsopfer von sexueller Gewalt wurden. Für alle, die nicht das Wort ergreifen können, weil sie lebenslang durch den Missbrauch geschädigt sind“, so der Veranstalter Peter Bringmann-Henselder (Bundesinitiative Kinder im Heim) sowie  Maren Ruden von Augen-Auf e.V.

Rund 500 erwartete ehemalige Heimkinder, Opfer von sexuellem Missbrauch, ihre Angehörigen und Freunde, werden am 22. September, ab 12 Uhr, gemeinsam schweigen und beten, dass der heilige Geist alle Verantwortlichen aus Kirche, Politik, aber auch den Papst, endlich zu den richtigen Entscheidungen lenken wird, um die Misshandlungen an Kindern und sexuellen Missbrauchsopfern richtig aufzuarbeiten und nicht zu verleugnen.

„Wir begrüßen, dass mit der Aufarbeitung der Hunderttausenden Fälle begonnen worden ist,  aber wir sagen gleichzeitig, dass dies nur der erste Schritt sein kann. Jetzt ist die Politik, aber auch die Kirche inklusive dem Papst gefordert, den Empfehlungen der Unabhängigen Beauftragten und des Runden Tisches auch Taten folgen zu lassen“, so Peter Bringmann-Henselder (Bundesinitiative Kinder im Heim).

Der Pariser Platz am Brandenburger Tor, ist ein zentraler Platz und der Papstbesuch ein geeigneter Anlass, um dem Thema "Sexueller Missbrauch von Kindern", die Anerkennung in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion zu gewährleisten, die notwendig ist, damit die Opfer nicht weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.


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