Missbräuche im Waisenhaus?

Luzern 16.April2010 - Bis 1960 war das Waisenhaus an der Baselstrasse in der Hand der Ingen­bohler Schwestern. Nun tauchen massive Vorwürfe auf, die sich gegen den Orden richten. Nach den Missbrauchsfällen im Kinderheim Rathausen tauchen jetzt neue Vorwürfe auf: Sie richten sich gegen die Ingenbohler Schwestern. Der Luzerner M. W. berichtet in «20 Minuten» von körperlichen Züchtigungen, Schwerstarbeit und sexuellen Übergriffen, die ihm zwischen 1951 und 1960 im früheren Stadtluzerner Waisenhaus an der Baselstrasse widerfahren seien.

Die Ingenbohler Schwestern hören das erste Mal von den mutmasslichen Vergehen der eigenen Ordensschwestern im Waisenhaus Luzern. Was dort genau passiert ist und inwiefern Ingenbohler Schwestern involviert waren, kann Provinzoberin Marie-Marthe Schönenberger nicht sagen. «Wir sind immer noch mit der Untersuchung beschäftigt.»

«Sollten sich die Anschuldigungen als richtig herausstellen, dann tut uns das sehr leid, und wir werden uns in aller Form entschuldigen», stellt Schwester Marie-Marthe in Aussicht. «Wir setzen alles daran, die Wahrheit ans Licht zu bringen.»

Quelle: http://www.zisch.ch  >Noemi Schafroth<

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